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| Surfhistory Von Süden her kamen die Polynesier in großen Reisekanus um nach neuen Lebensräumen zu suchen und bevölkerten die entlegenste Inselgruppe der Welt, das hawaiische Archipel. Es gibt viele Beweise dafür, das im gesamten Südpazifik bereits lange vor dem ersten Kontakt mit Europäern das surfen seinen Ursprung fand. Nirgends jedoch war das surfen für die Kultur so bedeutsam wie auf Hawaii. Vielleicht waren die polynesischen Einwanderer, die ihre Heimat im Süden verließen auf der Suche nach einer paradiesischen Inselkette mit perfekten Wellen zum surfen Was auch immer der Grund ihrer Reise war, jedenfalls erblühte nach ihrer Ankunft eine neue Zivilisation. Insbesondere entwickelte man das spielerische surfen auf den Wellen des Oceans. Nach unserem heutigen Wissensstand war dies die erste echte Surfkultur. Die Hawaiianer verband eine tiefe Leidenschaft mit dem surfen und der mächtigen Energie des Oceans, der sie umgab. Sie hatten fast so viele Namen für Wellen wie die Eskimos Bezeichnungen für Schnee. Nach Ankunft von Captain Cook und der ersten europaischen Missionare starben ca. 400.000 Ureinwohner durch die Krankheiten die die neuen Herrscher auf Ihren Schiffen mitbrachten. Bis zum Jahr 1890 waren noch ca. 30.000 hawaiianische Ureinwohner am Leben. Mit der alten Ordnung löste sich auch die alte Surfkultur auf. Anfang des 20 Jahrhunderts wurde Hawaii Territorium der USA. Eine wachsende Zahl amerikanischer Touristen besuchten Hawaii und die Strände Waikikis. Sofort wurden sie auf das Surfen aufmerksam, der von den wenigen Ureinwohnern ausgeübt wurde. Gerade Amerikaner wie Jack London waren es, die das Surfen mit Ihren ersten Berichten verbreiteten. So dauerte es nicht lange bis das Wellenreiten auch nach Kalifornien gebracht wurde. In den 50er und 60er Jahren wurde Wellenreiten dann zu einer Massenbewegung in den USA. Die kulturelle Revolution war in vollem Gange. Rock ´n Roll, die Hippies und die Peace on Earth Bewegung, ausgelöst durch den Vietnamkrieg, bereiteten den Weg für einen ungeahnten Boom des Wellenreitens bis in unsere heutige Zeit. Gleichzeitig wurde das Wellenreiten durch neue Technologien, den Kunststoff und die Erfindung des Neoprenanzugs revolutioniert und für jedermann erlernbar. Surfcamps In dieser Zeit waren die ersten Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle. Ihre Ziele waren Südamerika, Afrika, Asien , Australien und nicht zuletzt Indonesien. Viele der schönsten Wellen brachen an Stränden ohne jegliche Zivilisation. Dort errichteten die Reisenden die ersten Surfcamps aus dem, was die Natur zu bieten hatte. Oft kamen die Surfer dann mit Booten und Proviant für längere Zeit um an diesen abgelegenen, perfekten Surfspots die Wellensaison zu bleiben, bevor sie weiter zogen. Diese Surfcamps waren alles andere als kommerziell und blieben einer kleinen Zahl von Surfern vorbehalten. Die Spots und Surfcamps blieben über Jahre geheim. Aus dieser Geschichte heraus und dem Bedürfniss zusammen unter Gleichgesinnten surfen zu gehen entstanden zahlreiche, mehr oder weniger kommerzielle, Surfcamps auf der ganzen Welt. Mittlerweile surfen selbst 5 Sterne Unterkünfte, von den Unternehmen vermarktet, auf dieser Modewelle mit. Ursprünglich aber waren Surfcamps kostenlose Behausungen oder geschützte Plätze zum Campen unweit eines Surfspots. Fuerteventura Genau zu dieser Zeit, in den 60iger und 70iger Jahren, wurden auch die Kanarischen Inseln und Fuerteventura von amerikanischen Surfern entdeckt. Gerade Fuerteventura wurde mit seinen endlosen Sandstränden und dem legendären North Shore zu dem Geheimtip unter den reisenden Surfern. Zahlreiche Weltklasse Spots gaben Fuerteventura zu Recht den Beinamen “ Das Hawaii Europas”. In den 80iger Jahren war es dann der deutsche Weltklasse Windsurfer Jürgen Hönscheid der mit Videoproduktionen über das Windsurfen Fuerteventura in der deutschen Windsurfszene bekannt machte. Gleichzeitig gehörte Jürgen Hönscheid zu den ersten deutschen Wellenreitern auf Sylt. Schon sehr früh riet er angehenden Wave -Windsurfern mit dem Wellenreiten zu beginnen um Wellen besser lesen zu können, Kondition aufzubauen und nicht zuletzt mit dem Wellenreiten eine faszinierende Sportart für die Flautentage zu erlernen. So waren es auch zu Beginn der 80iger Jahre fast ausschließlich die reisenden Windsurfer die das Surfen in Deutschland bekannt machten. Erst die Snowboard und Skateboardszene der 90iger Jahre, und viele deutsche Auswanderer und deren Nachwuchs begründeten den eigenständigen Trend des Surfens in Deutschland. |
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